Ablauf der Fachkonferenz “Den Blick schärfen”

 

08.30 – 09.00 Uhr Ankommen
09.00 – 09.15 Uhr Grußwort
09.15 – 09.45 Uhr Theaterinput „Darfs etwas Rassismus sein? – Beispiele aus dem Erfurter Alltag“ gespielt durch das Erithreater
09.45 – 10.15 Uhr Keynote „Rassismus.Erfurt.Realität.“ durch Alina Plohmann und Michael Graupner
10.15 – 10.30 Uhr Pause
10.30 – 11.45 Uhr Workshopphase I
11.45 – 12.30 Uhr Mittagspause
12.30 – 13.45 Uhr Workshopphase II
13.45 – 14.00 Uhr ZwischenResümee
14.00 – 14.45 Uhr Erfurter Medienlabor. Vorstellung der Selbstverpflichtung für eine respektvolle, rassismuskritische und weltoffene Öffentlichkeitsarbeit
Laudatio durch den Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt Jochen Fasco

Präsentation „Südost.Ich.Du.Wir.“
Portraitprojekt von Engagierten aus dem Erfurter Südosten

14.45 – 15.00 Uhr Abschied mit Kaffee
15.00 – 16.00 Uhr Stadtrundgang „Erfurt im Nationalsozialismus“ – erkunden Sie bekannte und weniger bekannte Orte in der Erfurter Innenstadt, die mit dem NS in Verbindung stehen
optional (Interesse bei Anmeldung angeben)

Workshop 5

Rassismus in Medien
Anregungen für diskriminierungssensible Sprache in der eigenen Kommunikation

Um ungewollte Verletzungen und Diskriminierungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu vermeiden – sei es in einer Pressemitteilung, im Newsletter oder auf der Website – ist es wichtig, die eigenen Formulierungen immer wieder auf den Prüfstand zu stellen.
Trang Dang von den Neuen deutschen Medienmachern bietet in dem Workshop zum einen inhaltliche Impulse für diese Reflexion und stellt zum anderen mit dem “Glossar der Neuen deutschen Medienmacher” ein praktisches Tool vor. Beispielhaft werden einige Produkte der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf eine diskriminierungssensible Sprache hin analysiert.
Mit Bezug zur lokalen Situation in Erfurt, stellt das Radio F.R.E.I.-Projekt Erfurter Medienlabor Ergebnisse der Medienwerkstatt zur rassismuskritischen Öffentlichkeits- und Medienarbeit im Erfurter Südosten vor.  

ReferentInnen: 

Trang Dang // Neue deutsche Medienmacher
Andreas Barthel und Angelika Heller // Radio F.R.E.I.

Workshop 4

Die Arbeit endet nicht an der Tür
Rassismus im Sozialraum entgegentreten

Wenn sich Rechtsextreme in einem Sozialraum ungestört ausleben können, kann das vielseitige Folgen für die weitere Entwicklung haben. Vor allem die Jugendarbeit steht immer wieder vor der Herausforderung eine Balance zwischen verschiedenen Meinungen und Interessen zu finden. Im Seminar werden Fakten und Entwicklungen vor allem aus dem Bereich der extremen Rechten vermittelt, aber auch Beispiele und Lösungsansätze aus der praktischen Jugendarbeit aufgezeigt. Die Teilnehmenden werden befähigt, in ihrem Arbeitsalltag mit Problemlagen rund um Rassismus souverän, zielgerichtet und fundiert umzugehen.

ReferentInnen: 

Christian Rühl // MOBIT – mobile Beratung in Thüringen
AkteurInnen der Jugendarbeit (angefragt)

Workshop 3

Rassismus-Betroffene unterstützen und stärken!
Praxisnahe Handlungsmöglichkeiten bei rassistisch motivierter Gewalt und Bedrohung

Ab 2015 sind die durch ezra erfassten Angriffe rassistisch motivierter Gewalt und Bedrohung in Thüringen kontinuierlich gestiegen und waren 2017 mit 103 Vorfällen auf einem Rekordniveau. Viele dieser rassistischen Angriffe finden im Stadtgebiet von Erfurt statt. Was machen diese Erfahrungen mit den Betroffenen? Wie gehen sie in ihrer alltäglichen Routine damit um? Wie können sie unterstützt werden? Ziel dieses Workshops ist es, MultiplikatorInnen für die Situation und Perspektive von Betroffenen rassistischer Gewalt und Bedrohung zu sensibilisieren und den TeilnehmerInnen unter Berücksichtigung ihres jeweiligen beruflichen Kontextes konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dabei sollen sowohl psychosoziale Hilfestellungen als auch wichtige rechtliche Hinweise an praktischen Beispielen erarbeitet werden.

ReferentInnen: 

Mirjam Elomda // Initiative Schwarze Menschen in Deutschland-Gruppe Thüringen
Christina Büttner // ezra. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen

Workshop 2

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage!
Best Practice & Möglichkeiten zum Haltung zeigen

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (kurz „SoR-SmC“ oder Courage-Netzwerk genannt) ist ein Projekt von und für SchülerInnen, die sich in ihrer Schule gegen Rassismus, Diskriminierung, Mobbing und Gewalt einsetzen und das Schulklima aktiv mitgestalten. Wie das in Thüringen funktioniert und wie PädagogInnen hier unterstützen können, erklärt die Landeskoordinatorin des Programms und sie hat einige gute Beispiele im Gepäck, die vielleicht auch Ihre Schule inspiriert.

Referentin: Konstanze Ilmer // Landeskoordinatorin des Programms „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage!” des EJBW Weimar

Workshop 1

Rassistisch sind immer die anderen – von der Schwierigkeit, nicht rassistisch zu sein 

Der Workshop lädt Sie dazu ein, eigene unbewusste Bilder, Vorurteile, aber auch Deutungs- und Reaktionsmuster zu entdecken. Der projekteigene Dialogische Reflexionsansatz, der in Anlehnung an den Anti-Bias-Ansatz entwickelt wurde, verbindet Selbstreflexion und Gesellschaftsanalyse im Sinne der rassismus- und antisemitismuskritischen Bildung. Das Verständnis für die eigene Verstrickung in Vorurteils- und Diskriminierungsdimensionen wird gefördert und ermöglicht auf kurz- und langfristige Sicht neue Handlungswege im Umgang mit alltäglichem Rassismus oder Antisemitismus. Im Workshop werden pädagogisch-didaktische sowie methodische Zugänge von Perspektivwechsel Plus vorgestellt, ein Hinterfragen persönlicher Bilder und Zuschreibungen sowie ein Perspektivwechsel werden dadurch ermöglicht.

Referentin: Jana Scheuring // Bildungsreferentin im Projekt „Perspektivwechsel Plus“ der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland/ ZWST e.V.

Interkulturelles Kinderfest

Aus Anlass des Weltkindertages, der in diesem Monat stattfindet, organisieren das Auf die Plätze – Bündnis und zahlreiche Bürger, Vereine, Gemeinden und Parteien ehrenamtlich für unsere Kinder ein interkulturelles Kinder– und Jugendfest, welches am 29. September 2018 ab 15.00 Uhr auf dem Erfurter Anger, vor dem Anger 1 zu ein paar Stunden Spiel, Spaß und Show einlädt. Außerdem gibt es Getränke und Essen kostenlos, damit jedes Kind die Möglichkeit hat, das Fest zu genießen.

Neben zahlreichen Ständen mit Outdoor-Spielen, Karussell, Basteln, Henna – Tatoos und Schminken, können sich unsere Kinder auf ein buntes Bühnenprogramm freuen, welches von Kindern und Jugendlichen gestaltet wird. Dabei zeigen sie einerseits, wie sie ihre Freizeit verbringen und bieten damit gleichzeitig Anregungen für viele schöne Freizeitbeschäftigungen, die unsere Stadt zu bieten hat.

Interkulturell soll es auch beim Essen zugehen, wo Snacks aus den verschiedensten Ländern angeboten werden. Hier sind nicht nur die Akteure aufgerufen, dieses Buffet zu bereichern, sondern auch all unsere Gäste des Nachmittags. Ob Kuchen, Salat, Suppen oder andere Leckereien: Jeder darf hier sein ganz spezielles Highlight mitbringen, auf die wir uns mit Spannung freuen. Ein buntes Buffet mit Überraschungen soll entstehen und kann gleichzeitig zum Rezepte-Austausch dienen. Also unbedingt auch Zettel und Stift mitbringen. Schlussendlich wollen wir gemeinsam unseren Kindern zeigen, dass sie uns wichtig sind und wir uns deshalb gerne und mit Engagement auf ihren Besuch freuen.

Vielfalt und Solidarität?! – Livesendung, Picknick und Filme am Radiocontainer

Im Rahmen der Interkulturellen Woche veranstaltet Radio F.R.E.I. am Donnerstag, den 27. September von 15.00 – 17.00 Uhr eine Sondersendung mit der Our Voice Redaktion am Radiocontainer. Aus Anlass des „Tag des Flüchtlings“ am darauffolgenden Freitag dreht sich die Live-Sendung um das vielfältige Engagement für und von geflüchteten Menschen, aber auch um die Verletzung ihrer Rechte und die aktuelle Situation hier vor Ort.

Um 17.00 Uhr erwartet die Gäste dann ein leckeres Essen im Gemeinschaftsraum der GU in der Carl-Zeiss-Str. und anschliessend ca. 19.00 Uhr startet der internationale Kurzfilmabend und lädt ein zu inspirierenden, heiteren aber auch nachdenklichen Momenten.

Alle sind herzlich willkommen!

Fahrrad reparieren – heute ab 14 Uhr am Radiocontainer

Die Bremse zieht nicht mehr richtig? Die Schaltung springt zwischen den Kränzen hin und her? Und außerdem klappert es hinten und vorn?

Wir laden euch herzlich ein zum gemeinsamen Fahrrad- Reparieren. Sollte für dein Fahrrad keine Hoffnung mehr bestehen oder solltest du gar keins besitzen, dann haben wir bestimmt auch welche vor Ort, die etwas für dich wären.

Mit Unterstützung der Selbsthilfewerkstatt der FH Erfurt und allen, die mithelfen wollen.

Der Container als MEDIENLABOR?!

Alle jungen Menschen sind eingeladen, ihre Ideen und Wünsche für den Container als Medienlabor zu äußern. Ab 16 Uhr geht los. Damit die Ideen noch besser sprudeln, gibt es für jede Idee ein (alkoholfreies) Freigetränk :).

Fachkräfteaustausch in Gambia

Im Sommer 2017 startete Radio F.R.E.I. ein internationales Fachkräfteprojekt, das sich der Förderung von Partnerschaften in der Jugend- und Medienarbeit widmet. Partnerland ist Gambia, das kleinste Land Afrikas.

Einzelne Akteur*innen von Radio F.R.E.I. kennen das Land seit vielen Jahren, haben dort selbst Praktika und Begegnungsprogramme durchgeführt und sind insbesondere durch die Partnerschaft mit einer lokalen Vorschule seit 17 Jahren eng mit Gambia verbunden. Anhand dieser Vorkenntnisse, Erfahrungen und Netzwerke wurde die Idee entwickelt, in der Jugend- und Medienarbeit weitere Kontakte anzubahnen und daraus längerfristige Beziehungen zu entwickeln.

Die finanzielle Unterstützung durch Engagement Global aus Mitteln des BMZ (Programm weltwärts-Begegnung) sowie durch die Stiftung Nord-Süd-Brücken und die Thüringer Staatskanzlei ermöglichten die Umsetzung erster konkreter Projektschritte. Dazu zählen der bereits 2017 stattgefundene Fachkräfteaustausch in Erfurt, das deutschlandweite in Erfurt umgesetzte Gambia-Forum und die im Februar 2018 realisierte Fachkräftebegegnung in Gambia. Diese vermittelte erste Eindrücke zum gambischen Bildungssystem, zum Wirken von Jugendorganisationen, zu lokalen/regionalen öffentlichen und freien Strukturen der Jugendarbeit sowie zur Medienarbeit von Community Radios und deren Bedeutung in Gambia.

Übergreifend gab es auch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema „Flucht nach Europa“. Gambia ist im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl (ca. 2 Mio) eines der am meisten davon betroffenen Länder Afrikas. Auch nach dem Regierungswechsel und einem demokratischen Neustart Anfang 2017 ist diese Problematik hoch aktuell. Die jungen Menschen begeben sich wegen einer anhaltenden Arbeits- und Perspektivlosigkeit auf die riskante und lebensbedrohliche Route über die Sahara und Libyen nach Europa und das Land blutet aus. Um dieser Thematik Aufmerksamkeit zu verschaffen und eine differenzierte Auseinandersetzung damit zu befördern, führte Radio F.R.E.I. Interviews mit offiziellen Persönlichkeiten am Gambia-College und in der regionalen Bildungsbehörde, mit Dorfältesten, Jugendlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Die Interviews vermitteln relevante Eindrücke zum Thema Flucht(ursachen) sowie möglichen Ansatzpunkten zu deren Bekämpfung und werden in Kürze auf www.stadt-finden.de veröffentlicht.

Weitere konkrete Projektergebnisse bestehen darin:

  • dass erste Kontakte zu Community Radios aufgebaut und die Basis für weitere Kooperationen mit Radiostationen in Gambia gelegt wurden,

  • Kontakte und Netzwerke zu lokalen und regionalen Jugend- und Bildungsstrukturen initiiert und aufgefrischt wurden, die Potentiale für die Weiterführung des internationalen Projekts bereithalten

  • und dass ein Bewusstsein für die Lebensrealitäten beider Länder nicht nur bei den direkten Teilnehmenden sondern durch die begleitende Medienarbeit auch bei breiteren Zielgruppen gefördert werden konnte/kann.

 

Workshop: Öffentlichkeitsarbeit – kreativ & (rassismus)kritisch

Dieser Workshop richtet sich an alle Interessierten, die Lust haben, ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit (z.B. in Verein, Schule, Ortsteilrat, etc.) zu verbessern.
Zum einen lernen sie ganz praktisch, wie man einen Flyer oder ein Poster mit kostenlosen Grafikprogrammen erstellt. Dazu gibt es hilfreiche Tipps & Tricks.
Zum anderen können sie ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit mal „unter die Lupe nehmen“. Mit Hilfe von Checklisten schärfen sie den Blick auf eigene Texte und Materialien.
Dabei reflektieren sie (rassismus)kritisch den Einsatz von Bild und Text und hinterfragen Stereotype und Pauschalisierungen. Gemeinsam werden Alternativen entwickelt.
Eigene Materialien (Flyer, Broschüren, Aushänge, etc.) können mitgebracht werden. Ansonsten geschieht die Analyse/Reflexion anhand der im Workshop erstellten Produkte (Flyer oder Plakat).

Referent*innen: Boris Hajdukovic, Angelika Heller

Die Veranstaltung ist kostenlos. Für Verpflegung (vegetarisch) ist gesorgt.

Anmeldungen sind möglich bis 27.10. unter: angelika.heller@radio-frei.de

Wir sagen (erstmal) tschüssi…

Seit April diesen Jahres steht ein Radio F.R.E.I.-blauer Container am Melchendorfer Markt und in ihm passierten in den vergangenen Monaten allerlei geheimnisvolle Dinge. Immer wieder waren verschiedenste Menschen zu sehen, auch konnten musikalische Klänge unterschiedlichster Couleur vernommen werden. Die Wiese um den Container wurde mal mit Planschbecken, mal mit reperaturbedürftigen Fahrrädern oder staunenden Besuchern gefüllt. Und es gab Gerüchte, dass man hier sogar etwas lernen und selber Radio machen konnte.
Am Mittwoch, den 18.10.2017 bringen wir in einer Live-Sendung von 15-17 Uhr Licht ins Dunkel.
Erfahrt, was wirklich geschah! Und vielleicht gibt es danach sogar noch was auf die Ohren :)…

RADIOWORKSHOP „HÖR DICH UM“

RADIO? WIE GEHT DAS? WIR ZEIGEN ES IHNEN!

Sie haben Lust Radio zu machen, aus dem Südosten zu berichten oder sich am Mikrofon auszuprobieren?

Denn wir haben Lust drauf es Ihnen zu zeigen und suchen für die Stadtsenden SÜDOST-Redaktion weitere interessierte Redakteur*innen. Gelegenheit die Radioarbeit kennenzulernen gibt es am Samstag, dem 11. März 2017, im Stadtteilzentrum am Herrenberg (Stielerstraße 03) in dem Tagesworkshop „HÖR DICH UM“ von Radio F.R.E.I. und Ladebalken. Von 10.00 bis 17.00 erhalten Sie einen Überblick wie man einen Beitrag plant, ein Interview führt und eine Umfrage macht. Und natürlich wird das Ganze auch gesendet, am letzten Sonntag im März um 15.00 Uhr in der Sendung Stadtsenden SÜDOST auf Radio F.R.E.I. Wenn Sie mal reinschnuppern wollen, dann melden Sie sich bis zum 9. März 2017 unter der email: stadtfinden@radio-frei.de an.

Der Workshop ist kostenlos und richtet sich an Interessierte von 16 bis 106 Jahren.