B90/Die Grünen

Wenn wir bei schönem Wetter durch die Innenstadt gehen und die überfüllten Mülleimer sehen, dann…

…wird deutlich, dass an einer Förderung und Unterstützung von Mehrwegsystemen kein Weg vorbei führt. Auf Initiative von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nutzt die Stadt Erfurt bei stadteigenen Veranstaltungen grundsätzlich Mehrweggeschirr. Wir wollen diesen Ansatz fortentwickeln, und auch auf privatwirtschaftliche Veranstaltungen auf öffentlichen Flächen Einfluss nehmen können. Ebenso ist es einer grünen Initiative zu verdanken, dass Pfandbecher für den coffee-to-go mehr und mehr Einzug finden in Erfurter Cafés. Zusätzlich wollen wir die Vorbildfunktion der Stadt dadurch stärken, dass wir die komplette öffentliche Beschaffung auf nachhaltige, ökologisch unbedenkliche und möglichst plastikfreie Produkte umstellen.

Das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit in der Innenstadt ist für uns…

…nicht akzeptabel, weil das ausgrenzend und sozial ungerecht ist.

Unsere Ideen für lebenswerten und bezahlbaren Wohnraum sind…

…der Verkauf stadteigener Flächen an Konzepte mit klaren sozialen Rahmenbedingungen (Konzeptvergabe), die Unterstützung von Bauherrengemeinschaften, Genoss*innenenschaften oder alternativen Wohngruppen, Einsparungen durch seriellen Typenbau und mindestens 20% Sozialwohnungen bei Neubau und planungsbedürftigen Sanierungsvorhaben. Schließlich lassen sich durch die Absenkung der Stellplätze bis hin zu autofreien Wohnquartieren und durch energieeffizientes Bauen die Baukosten und damit die Mieten /-nebenkosten senken. Die KoWo sollte dauerhaft im Bestand der Stadt verbleiben und Mieterträge ausschließlich im Interesse jetziger und künftiger Mieter*innen genutzt werden.

Öffentliche Toiletten gibt es zu wenig. Eine flächendeckende Toiletteninfrastruktur stellen wir uns wie folgt vor…

…im Rahmen der BuGa müssen im gesamten Stadtgebiet ausreichend öffentliche Toiletten geschaffen werden, die auch in den Folgejahren durch kluge Bewirtschaftung weiterhin zur Verfügung stehen sollen. 

Wenn wir an das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer*innen denken, dann…

…sollen umweltfreundliche und entschleunigte Verkehrsarten wie zu Fuß gehen, Rad fahren und ÖPNV Vorrang vor Individualverkehr mit PKW finden. Erfurt hat ein beschlossenes Radwegekonzept. Wir setzen uns dafür ein, dass dieses bis 2025 umgesetzt wird. Städtische Mobilität muss künftig alle Verkehrsteilnehmer*innen in den Blick nehmen und für alle gleichberechtigt die notwendige Infrastruktur und Platz bereithalten. Neben der großen Infrastruktur setzen wir uns auch für alternative Mobilitätskonzepte in einzelnen Bebauungsplänen ein.  Pendler*innen wollen wir deutlich mehr P&R-Parkplätze mit günstigen ÖPNV-Jahrestickets anbieten.

Wie und wodurch gestalten Sie eine positivere Kommunikation zwischen Anwohnern*Innen und Nutzer*innen der öffentlichen Räume sowie Gastronomie in den Abendstunden?

Dafür sollen regelmäßige moderierte Gesprächsrunden genutzt werden, die unterschiedliche Ansprüche benennen helfen und gegenseitiges Miteinander und Verständnis fördern. Erfurt soll seine lebendige bewohnte Innenstadt bewahren.

Schulsozialarbeit in allen Schulformen ist für uns …

…unabdingbar.

Unsere Lösungsansätze für eine bessere Abdeckung mit Kindergartenplätzen sind…

…der Bau von mindestens fünf neuen Einrichtungen. Gleichzeitig gilt es, in naher Zukunft die Sanierungen der Kindergärten und Kitas abzuschließen. Für uns ist eine wohnortnahe Kita-Versorgung wichtig. Wir wollen sicherstellen, dass Eltern Wahlfreiheit und möglichst kurze Wege zur Betreuung ihrer Kinder haben. Unser Ziel ist es außerdem, weitere Tagespflegepersonen zu gewinnen, die für ihre Arbeit auch angemessen bezahlt werden.

Wir lösen Probleme in der Erziehungspartnerschaft zwischen Familien mit Migrationshinter-grund mit Sprachbarriere und Kindertagesstätten durch…

…eine Veränderung des Betreuungsschlüssels in den Einrichtungen, und die Einbeziehung der Eltern in die Arbeit der Kitas. Alle öffentlichen Einrichtungen müssen sich auf die größere Vielfalt einstellen. Deshalb sind die kultursensible Fortbildung der Mitarbeiter*innen und die Übersetzung aller Informationsmaterialien besonders wichtig. Unser Integrationskonzept gilt es in diesem Sinne kontinuierlich fortzuentwickeln. 

Die Erreichbarkeit der Innenstadt für Bürger*innen mit schmalem Geldbeutel erreichen wir durch…

…die Erreichbarkeit der Innenstadt für Bürger*innen mit schmalem Geldbeutel erreichen wir durch die Beibehaltung des Sozialtickets. Wir setzen uns für kostenlosen ÖPNV für junge Menschen in Erfurt ein. Daneben wollen wir die Einführung eines ticketlosen Nahverkehrs für unsere Stadt prüfen und alle Erfurter*innen von Beginn an einbeziehen.

Der Petersberg als Naherholungsfläche mit gesteigerter Qualität im Vergleich zu heute stellen wir uns folgendermaßen vor…

…der Petersberg muss als öffentliche Grünfläche erhalten und ausgebaut werden. Konzepte wie Urban Gardening und Essbare Stadt, die eine Gestaltung unter Mitwirkung der Erfurter*innen ermöglichen, ziehen wir einfachen Rasenflächen vor. Die Vorbereitungen für die BUGA 21 sind weit fortgeschritten, nun wird es auf ein nachhaltiges und intelligentes Nachnutzungskonzept ankommen. Dieses wollen wir jetzt bereits mitdenken und die Entwicklung vorantreiben. Vor allem müssen wir die nachhaltige Nachnutzung der angelegten Flächen in den Blick nehmen. So wollen wir beispielsweise dauerhafte, extensive Flächen vorsehen, um die Artenvielfalt zu sichern. Die Themen urbane Gärten und Landwirtschaft in der Stadt können auf dem Petersberg während der BUGA 21 etabliert und als Projekte der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) dauerhaft fortgeführt werden. Zudem sehen wir die Notwendigkeit, den Ausgleich gefällter Bäume deutlich zu erhöhen.

Die Erweiterung der Angebote in der Sucht- und Wohnungsnotfallhilfe stellen wir uns wie folgt vor…

…Menschen, die kein Zuhause haben oder von Obdachlosigkeit betroffen sind, brauchen insbesondere im Winter Schutzräume, Übernachtungsstätten und Zugang zu sanitären Einrichtungen sowie medizinischer Versorgung. Gerade in den kalten Monaten gilt es, zusätzliche Schutzräume zu öffnen, damit niemand ohne eigenes Zuhause Gefahr laufen muss, Opfer von Gewalt oder Kälte zu werden. Wir wollen auch Containerlösungen prüfen. Bislang gibt es in Erfurt keinen Kältebus. Er wäre eine wichtige Möglichkeit. Unsere Unterstützung sollen zudem die Tafel, das Restaurant des Herzens und weitere niedrigschwellige Angebote erhalten.

Die temporäre Nutzung von leerstehenden Brachflächen- und Ladengeschäften (kommunal und privat) als Werbeflächen oder Veranstaltungsräume für Vereine und Verbände unterstützen wir folgendermaßen…

…indem wir die Initiative „Erfurt lebt mit Lücken“, die in Erfurt auf GRÜNE Initiative hin eine Zwischennutzung von Brachflächen ermöglicht, fortführen. Kommunale Ladengeschäfte sollen weiterhin für solche Zwecke unkompliziert zur Verfügung gestellt werden.

Wenn wir an Jugendliche und die BUGA denken, freuen wir uns auf…

…einen neuen Radweg an der Geraaue und hoffen, dass  sich auch junge Menschen die schönen Angebote der BUGA leisten können.

Angebote für Kinder und Jugendliche in der Innenstadt gestalten und unterstützen wir mit…

…kreativen Ideen und finanziellen Konzepten für konsumfreie Räume, wo Freund*innen sich zum Musik machen, Banner malen oder einfach zum Chillen treffen können, ohne dafür zahlen zu müssen.

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