MEDIENWERKSTATT SÜDOST – WORKSHOP-REIHE ZUR BUNTEN VIELFALT IN INHALT UND GESTALTUNG

Na? Zeitungsbeitrag fertig geschrieben? Flyer gelayoutet? YouTube Video fertig geschnitten? Pressemitteilung für den eigenen Verein geschrieben? Radiobeitrag konfektioniert? Blogeintrag online gestellt? Homepage aktualisiert? Aushang gemacht?

Alle Fettnäpfchen vermieden? Sicher? Zufrieden mit dem Text? Niemanden diskriminiert? Zufrieden mit dem Design? Oder ist da noch Luft nach oben?

Gerade im Bereich interkulturelle und nicht-rassistische Bildung merken wir (Radio F.R.E.I.) immer wieder, dass viele Stolperfallen auf dem Weg zu einer gelungenen Medienarbeit zu finden sind.

Deswegen organisieren wir im Rahmen unserer StadtFinden-Projekte eine kostenlose Veranstaltungsreihe zur sensibleren Öffentlichkeits- und Medienarbeit für Akteure aus dem Erfurter SüdOsten. Zwischen Mai und Juli finden mehrere Angebote mit verschiedenen Theorie – und Praxisanteilen statt.

Neben Methoden und praktischen Anwendungen für die eigene Öffentlichkeitsarbeit, wollen wir mit Ihnen Kriterien für eine vielfältige und nicht-diskriminierende Medienarbeit im Stadtteil entwickeln. Geplant ist, dass jede teilnehmende Einrichtung/Träger/Initiative, die diesen Kriterien entspricht, eine Wertschätzung z.B. in Form eines Gütesiegels erhält und öffentlichkeitswirksam vorgestellt wird (Portraitformate, Social Media, etc.). Ihre Teilnahme stellt ein wichtiges Zeichen für die demokratische Selbstverpflichtung der unterschiedlichen Akteure im Erfurter Südosten dar und dies soll auch nach außen wirken. Machen Sie mit und werden Sie Demokratiebotschafter für ihre Institution und den gesamten Stadtteil!

DEMOKRATIE.MODULE
Basismodule
SEMINARTAG Grundlagen befasst sich mit den Themen: Rassismus, Diskriminierung und Sprache und wirft einen Blick auf die historische Einordnung davon.
Außerdem erhalten die Teilnehmer durch Checklisten auch konkrete Hilfsmittel für die Reflexion und Analyse ihrer eigenen Medienprodukte.

SEMINARTAG Vertiefung intensiviert das Thema Rassismus und Sprache und stärkt Betroffenen-Perspektive. Mit dem Glossar der neuen deutschen Medienmacher gibt es weiteres Handwerkszeug und durch Videos wird ein lockerer Zugang zum Thema und Umgang mit Begrifflichkeiten geschaffen. Außerdem wird ein Fokus auf Feedback-Methoden gelegt und so die eigenen
Medien auch analysiert.

SEMINARTAG Kriterienkatalog widmet sich der Frage, wie die erworbenen Erfahrungen für die eigene Arbeit, aber auch für den Stadtteil genutzt werden können. Auf Grundlage des erlangten Wissens werden Kriterien der nicht-diskriminierenden Medienarbeit entwickelt Externe Referentin geben einen Einblick in eigene Kriterienentwicklungs-Prozesse und geben hilfreiche Hinweise und praktische Tipps für die Umsetzung im Südosten.
Konkrete Schritte werden vereinbart.

MEDIEN.MODULE
optional
Seminar 1 // Layout – Flyer und Plakate mit kostenlosen Programmen gestalten
Seminar 2 // Leichte Sprache – Wie muss ich Texte formulieren, damit sie JEDE/R versteht und sie niemanden ausgrenzen?

Seminar 3 // Instagram und Co. als Mittel der pädagogischen Arbeit

Alle Seminare gehen von 10-16 Uhr. Die Demokratie.Module stellen die Grundlage für den Prozess dar und sind obligatorisch. Die Medien.Module sind für alle TeilnehmerInnen der Demokratie.Module kostenfrei. Alle anderen zahlen pro Medienseminar 20,00 €.
Begrenzte Plätze! Rückmeldung bei Interesse bis 11.Mai 2018 an stadtfinden@radio-frei.de. Konkrete Termine werden mit den Interessierten abgestimmt.

Mehr Infos unter www.stadt-finden.de

 

 

 

 

 

 

Flyer zum Download:

Demokratie.Medienwerkstatt Südost

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Der Container als MEDIENLABOR?!

Alle jungen Menschen sind eingeladen, ihre Ideen und Wünsche für den Container als Medienlabor zu äußern. Ab 16 Uhr geht los. Damit die Ideen noch besser sprudeln, gibt es für jede Idee ein (alkoholfreies) Freigetränk :).

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Jugendkonferenz Südost LIVE!

Es ist soweit: Der Tag der Eröffnung des Radiocontainers von Radio F.R.E.I. rückt immer näher. Am 19. April 2018 starten wir um 15.00 Uhr mit einer furiosen Livesendung in die neue Saison. Doch nicht nur WIR sind an diesem Tag am Start, sondern auch die Erfurter Jugendbeteiligungsstruktur BÄMM mit der Jugendkonferenz Südost.

Was erwartet euch an diesem Nachmittag?

Neben unserer Livesendung könnt ihr an oder auf verschiedenen Thementischen und -picknickdecken diskutieren und Aktionen planen, die EUCH interessieren.

Kultur gibt es auch mit den Hillgirls und dem HipHop-Künstler Borni mit Songs aus seinem neu releasten Album.

Save the Date und sei dabei!

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RADIO CAFÉ extra „Vom Hügel in die Stadt“

Unter dem Motto „Vom Hügel in die Stadt“ findet am 27. März 2018 im Rahmen des Radio Cafés eine Gesprächsrunde für und mit Senior*innen statt. Gastgeber ist diesmal das Nachbarschaftszentrum Wiesenhügel vom Talisa e.V. im Wacholderweg 2a in Erfurt. Rede und Antwort stehen ab 14.00 Uhr André Blechschmidt, Gudrun Stübling (Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Erfurt) und andere. Außerdem besteht wie bei jedem Radio Café die Möglichkeit die Arbeit von Radio F.R.E.I. kennenzulernen und bei Interesse kleine Interviews mit den Gästen zu führen.

Das ist immer noch nicht genug? Kaffee und Kuchen stehen auch bereit!

Wann: 27. März 2018 ab 14.00 Uhr
Wo: Talisa e.V. im Wacholderweg 2a in Erfurt

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Fachkräfteaustausch in Gambia

Im Sommer 2017 startete Radio F.R.E.I. ein internationales Fachkräfteprojekt, das sich der Förderung von Partnerschaften in der Jugend- und Medienarbeit widmet. Partnerland ist Gambia, das kleinste Land Afrikas.

Einzelne Akteur*innen von Radio F.R.E.I. kennen das Land seit vielen Jahren, haben dort selbst Praktika und Begegnungsprogramme durchgeführt und sind insbesondere durch die Partnerschaft mit einer lokalen Vorschule seit 17 Jahren eng mit Gambia verbunden. Anhand dieser Vorkenntnisse, Erfahrungen und Netzwerke wurde die Idee entwickelt, in der Jugend- und Medienarbeit weitere Kontakte anzubahnen und daraus längerfristige Beziehungen zu entwickeln.

Die finanzielle Unterstützung durch Engagement Global aus Mitteln des BMZ (Programm weltwärts-Begegnung) sowie durch die Stiftung Nord-Süd-Brücken und die Thüringer Staatskanzlei ermöglichten die Umsetzung erster konkreter Projektschritte. Dazu zählen der bereits 2017 stattgefundene Fachkräfteaustausch in Erfurt, das deutschlandweite in Erfurt umgesetzte Gambia-Forum und die im Februar 2018 realisierte Fachkräftebegegnung in Gambia. Diese vermittelte erste Eindrücke zum gambischen Bildungssystem, zum Wirken von Jugendorganisationen, zu lokalen/regionalen öffentlichen und freien Strukturen der Jugendarbeit sowie zur Medienarbeit von Community Radios und deren Bedeutung in Gambia.

Übergreifend gab es auch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema „Flucht nach Europa“. Gambia ist im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl (ca. 2 Mio) eines der am meisten davon betroffenen Länder Afrikas. Auch nach dem Regierungswechsel und einem demokratischen Neustart Anfang 2017 ist diese Problematik hoch aktuell. Die jungen Menschen begeben sich wegen einer anhaltenden Arbeits- und Perspektivlosigkeit auf die riskante und lebensbedrohliche Route über die Sahara und Libyen nach Europa und das Land blutet aus. Um dieser Thematik Aufmerksamkeit zu verschaffen und eine differenzierte Auseinandersetzung damit zu befördern, führte Radio F.R.E.I. Interviews mit offiziellen Persönlichkeiten am Gambia-College und in der regionalen Bildungsbehörde, mit Dorfältesten, Jugendlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Die Interviews vermitteln relevante Eindrücke zum Thema Flucht(ursachen) sowie möglichen Ansatzpunkten zu deren Bekämpfung und werden in Kürze auf www.stadt-finden.de veröffentlicht.

Weitere konkrete Projektergebnisse bestehen darin:

  • dass erste Kontakte zu Community Radios aufgebaut und die Basis für weitere Kooperationen mit Radiostationen in Gambia gelegt wurden,

  • Kontakte und Netzwerke zu lokalen und regionalen Jugend- und Bildungsstrukturen initiiert und aufgefrischt wurden, die Potentiale für die Weiterführung des internationalen Projekts bereithalten

  • und dass ein Bewusstsein für die Lebensrealitäten beider Länder nicht nur bei den direkten Teilnehmenden sondern durch die begleitende Medienarbeit auch bei breiteren Zielgruppen gefördert werden konnte/kann.

 

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WEITERE BEITRÄGE