AKTUELL

stadtsenden-spray-kleinDie Förderung des Projektes STADTFINDEN läuft nach 3 spannenden Jahren und intensiven Erfahrungen in 5 Erfurter Stadtteilen/Standorten Ende Dezember 2014 aus. Das heißt aber NICHT, dass sich Radio F.R.E.I. nun (wieder) komplett in das Sendestudio in der Erfurter Altstadt zurückzieht.

NEIN – ganz im Gegenteil!

Die entstandenen Kooperationen bleiben bestehen und werden sich weiter entwickeln, die Erfahrungen aus 3 Jahren STADTFINDEN wurden und werden weiter getragen (z.B. über die 4teilige Transfer-Veranstaltungsreihe von Oktober bis Dezember 2014, die gerade entstehende Projekt-Broschüre sowie den „Methodenkoffer“) und … die Idee des Aufbaus von Stadtteilradios wird gerade Wirklichkeit!

So hat sich schon eine erste StadtteilRadiogruppe im Erfurter Südosten gegründet und mit weiteren interessierten Stadtteilen gibt es bereits erste Gespräche, wie das Radio in IHR Viertel geholt werden kann.

>> Informationen zu den StadtteilRadiogruppen findet Ihr vorerst noch auf der STADTFINDEN-Webseite. Perspektivisch werden die Gruppen jedoch ihre eigene mediale Präsenz gestalten (Webseite, Facebook, etc.) – die Links dazu findet ihr dann

DEMNÄCHST HIER!


Was haben leerstehende Häuser mit der Zukunft meiner Stadt zu tun? Kann man mit Kunst und Kultur ein Viertel oder eine ganze Stadt für junge Leute attraktiver machen?

artikel/StadtFinden/banner ville autrement.jpgUnter dem Namen „Stadt der Zukunft – Ville autrement“ fand im Herbst 2014 ein Projekt mit jungen Franzosen und Deutschen statt, das sich mit der Frage beschäftigte, was sich junge Menschen wünschen, um ihre Stadt attraktiver zu machen und wie sie sich dabei selbst mit einbringen können. Finanziert von der EU, sollen sie auf diese Weise angeregt werden, sich über Möglichkeiten des gesellschaftlichen Engagements auszutauschen.

Koordiniert wird das Programm in Erfurt von „Plattform e.V.“, einem Verein, der im Norden der Stadt die „Saline 34“ ins Leben gerufen hat – ein ehemals leerstehendes Mietshaus mit Atelier- und Arbeitsräumen für Künstler und Kreative, die sich auch als „Raumpioniere“ in ihrem Viertel verstehen.Auch im nordfranzösischen Arras gibt es einen solchen Raum für kreative Jugendbeteiligung an Kultur und Stadtentwicklung – das „LOKALL“. Obwohl Arras mit seinen rund 41.000 Einwohnern deutlich kleiner als Erfurt ist, stehen beide Städte vor ähnlichen Herausforderungen: Es gibt Viertel mit erheblichem Gebäudeleerstand. Ursprung, Wahrnehmung und der Umgang mit dem Phänomen sind in beiden Städten jedoch sehr verschieden. Während im nordfranzösischen Kohlebecken vor allem die Folgen der Deindustrialisierung und eines überhitzten Immobilienmarktes spürbar sind, sind es im ostdeutschen Erfurt eher die Umwälzungen der Nachwendezeit mit Arbeitslosigkeit, Abwanderung und ungeklärten Eigentumsverhältnissen, die sich auf die negative Entwicklung einzelner Stadtteile auswirken. Der Frage, was man dafür tun kann, damit ein Stadtviertel wieder an Attraktivität gewinnt, und welche Rolle dabei Kunst und Kultur spielen können, widmete sich im Herbst 2014 eine Gruppe junger Franzosen und Deutscher aus Arras und Erfurt. Bei gegenseitigen Besuchen entstanden zwei Radioreportagen, die die Ansätze beider Städte vorstellen.

DIE SENDUNG GIBT ES IN DER WOCHENAUDIOTHEK VON Radio F.R.E.I. ZUM NACHHÖREN

stadtsenden-bildDem Stadtteil eine Stimme geben, Themen in die Öffentlichkeit bringen und Stadtteilradio selber machen.

Jeden letzten Sonntag im Monat um 15:00 Uhr – STADTSENDEN Südost das Magazin mit Themen aus dem Südosten von Menschen aus dem Südosten.

Themen:

  • Bericht über die Demonstration für Frieden und Toleranz gegen Hass und Ausgrenzung am 12.03.2015 in der Scharnhorststr. gegen den Infostand der NPD am Herrenberg
  • Der Herrenberg bekommt sein Gymnasium. Das Staatliche Gymnasium 10 (wie es bis zur endgültigen Namensgebung heißt) öffnet diesen Sommer für dir ersten Fünfklässler seine Tore
  • Im Interview Klaus Albold, Ortteilbürgermeister von Melchendorf
  • Stadtteilgeschichten – Siegfried Kollatz berichtet über seine Kindheit in Melchendorf
  • Stadtsenden stellt vor – den FamilyClub, Gespräch mit Carola Hettstedt
  • Was ist los im Südosten? – Veranstaltungshinweise für Melchendorf, den Herrenberg und den Wiesenhügel

Die Sendung vom 29.03.2015 zum Nachhören

 

 

stadtsenden-bildRadio F.R.E.I. gehört zu Erfurt wie der Petersberg und die Krämerbrücke. In unmittelbarer Umgebung Letzterer befindet sich auch das Sendestudio. Doch die überwiegend ehrenamtlichen Radiomacher(innen) überlegten sich schon vor Jahren, unter der Projektbezeichnung “Stadtfinden” rauszugehen in die Stadtteile und dort mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Deshalb bauten sie einen alten Schiffscontainer zu einem mobilen Radiostudio um und ließen sich schon in Stotternheim, in der Krämpfervorstadt, in der Johannesvorstadt und am Moskauer Platz nieder. Von April bis September 2014 sendete “der Container” vom Wiesenhügel. Dabei wurde klar, dass das Projekt nicht schlagartig vorbei und weg sein sollte. Ein Stadtteilradio zu etablieren, eine regelmäßige Sendung, in der Leute aus dem Südosten über den Südosten berichten, war nun das Ziel. Und schnell fanden sich auch Menschen verschiedenen Alters, die Lust haben, unter der Bezeichnung “Stadtsenden” eigene Radiosendungen zu produzieren. Am 28. Dezember 2014 wird die erste Folge ausgestrahlt. Ab 15.00 Uhr stellen sich die Mitglieder der Gruppe vor und bieten Eindrücke aus der Vorweihnachtszeit in Erfurt-Südost, berichten über ein französisch-deutsches Jugendprojekt, das kürzlich stattfand, und werfen einen Blick auf das neue Jahr. Auf 96,2 MHz oder im Livestream sind Sie dabei. In der Mediathek von Radio F.R.E.I. wird der Beitrag außerdem eine Woche lang samt Musik verfügbar sein.

Immer der letzte Sonntag im Monat wird nun der Radio-Sonntag sein. Die Redaktion trifft sich jeden 1. und 3. Mittwoch um 16:30 Uhr im Stadtteilzentrum Herrenberg. Die Sendungskomposition erfolgt teilweise in der Musik-Fabrik.

Perspektivisch soll das “Stadtsenden”-Projekt auch auf andere Erfurter Stadtteile übertragen werden.

Oliver Zahn, SüdostInfo

stadtlebendig_motiv3_1_hpDrei Vereine laden gemeinsam zum Austausch über eine lebendige Stadt ein, wobei die Projekte STADTFINDEN (Radioprojekt mit Container) und STADTKUNDIG (Weiterbildungsangebote) rückblickend ihre Arbeit in unterschiedlichen Stadtteilen Erfurts schildern und auch am Herrenberg Ansätze von Stadtteilaktivierung (STADTTEILZENTRUM) reflektiert werden.

In einem Podiumsgespräch kommen weitere Initiativen und Gruppen zu Wort, die in ihrem Umfeld Ideen der Stadtteilgestaltung umgesetzt und langfristig etabliert haben.

Darüber hinaus bereichert der Blick von außen die Diskussion. Französische Gäste aus Valdegour berichten über ihre Erfahrungen, eigene Stadtteile zu beleben und dabei kreative Ideen zu verwirklichen.

Ein gemeinsames Essen und deutsch-französische Musik umrahmen die Veranstaltung. Besondere Einblicke in Erfurts Stadtteile bietet der Stadtteilsong, der von jungen Leuten aus dem Erfurter Südosten erdacht und produziert wurde. Auch die französischen Gäste tragen mit Rap-Musik zum gemütlichen Teil des Programms bei.

Programm
15 – 16 Uhr
Rückschau Projekt: STADTFINDEN (KOMED e.V./Radio F.R.E.I.) und Projekt: STADTKUNDIG (ARBEIT und LEBEN Thüringen)

16 – 17 Uhr
Rückschau Projekt STADTFINDEN (KOMED e.V./Radio F.R.E.I.) und Projekt STADTKUNDIG (ARBEIT und LEBEN Thüringen)
Podiumsgespräch zu Ansätzen und Perspektiven aktiver Stadtteilgestaltung mit:

  • Stadtteilzentrum Valdegour in Nîmes/Frankreich
  • Projekt Stadtfinden (KOMED e.V./Radio F.R.E.I.)
  • Ladebalken (Plattform e.V.)
  • Stadtteilzentrum Herrenberg (Plattform e.V.)
  • MOTZ-Projekt (Ortsjugendwerk der AWO Erfurt)
  • LAGUNE (BUND Erfurt)
  • Stadtverwaltung Erfurt

Moderation: Carsten Rose

17 – 19 Uhr  
gemeinsames Essen und musikalisches Rahmenprogramm

Anmeldung bis 25.11.2014 unter: stadtfinden@radio-frei.de 

 

Einfaches RGBAm Donnerstag, dem 06. November 2014, lädt das Stadtteilzentrum am Herrenberg zu einer spannenden Diskussionsveranstaltung über Mikroprojektförderung ein. Los geht´s um 18.00 Uhr. Auch wir vom Ladebalken werden dabei sein und von Projekten der letzten Jahre erzählen. Es geht nämlich darum, was alles im Hintergrund so läuft: Wie ist Ladebalken entstanden? Wie kann man von der Ideenfindung bis zur Umsetzung gut begleiten? Diese und viele andere Fragen wollen wir beantworten und bringen auch die ein oder andere Projektidee mit, die uns besonders beeindruckt hat. Natürlich wollen wir mit euch diskutieren, wie man die Idee der Mikroprojektförderung auf den eigenen Stadtteil übertragen kann.  Also kommt vorbei! Wir freuen uns!